Golf-Wissen

Wie kaum ein anderer Sport in den letzten Jahren ist Golf zum Trendsport geworden.
Doch Golfer sprechen ihre ganz eigene Sprache.
Ein Tee – ein Flug – ein Vögelchen – Laien verstehen da nur Bahnhof …
Wir helfen mit den wichtigsten Golf-Fachbegriffen Licht in das Dunkel der ‚Geheimakte Golf‘ zu bringen.

Mit unserem Golf-ABC bekommen Sie zumindest den Einstieg ins Golf-Wissen.

Golf ABC – Die wichtigsten Golfbegriffe

 

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Abschlag:
Ein Abschlag ist ein Bestandteil einer Golfbahn (engl. tee oder tee box). Es handelt sich dabei um eine ebene, zumeist rechteckige und oft leicht erhöhte Grasfläche. Eine Abschlagsmarkierung gibt innerhalb dieser Fläche den Ort an, wo der Ball abgeschlagen werden muss (entweder auf Höhe der Markierung oder bis zu zwei Schlägerlängen dahinter).
Zum Abschlagen wird der Golfball oft auf einen kleinen Stift, das sogenannte Tee gesetzt. Der Ball wird dadurch vom Boden abgehoben und praktisch „volley“ getroffen, so dass längere Schläge möglich werden. Die Wahrscheinlichkeit des falschen Auftreffens des Schlägers auf den Boden wird somit ebenfalls verringert.
Ein Golfplatz besitzt in Deutschland zumeist vier verschiedene Abschläge je Spielbahn: einen Damenabschlag (rot), einen Herrenabschlag (gelb), einen Turnierabschlag für Damen (schwarz) und einen Turnierabschlag für Herren (weiß). Die Turnierabschläge sind dabei weiter entfernt vom Grün als die normalen, gleiches gilt normalerweise für die Herrenabschläge im Vergleich zu denen der Damen. In anderen Ländern sind teilweise andere Farben üblich und es gibt, speziell in den USA, bis zu sechs oder mehr Abschläge. Da über die Positionierung der Abschläge die Gesamtlänge der zu spielenden Bahn festgelegt wird, ist die Idee hierbei, dass jeder Spieler von den Abschlägen spielen soll, die seinem Spielvermögen entsprechen, ihn also weder unter- noch überfordern.
Beim Abschlagen des Balls entstehen häufig Schäden auf der Abschlagfläche, so genannte Divots. Diese Schäden in der Grasnarbe werden durch Nachsaat und Düngung wieder repariert, jedoch ist der Spieler aufgefordert die herausgeschlagenen Rasenstücke wieder zurückzulegen. Um die Rasenfläche gleichmäßig zu belasten, werden die Abschlagsmarkierungen innerhalb der Abschlagsfläche regelmäßig versetzt. Somit kann auch die Länge der einzelnen Spielbahnen von Tag zu Tag um ein paar Meter variieren. Abschläge machen etwa 2 % der Gesamtfläche eines Golfplatzes aus, das Gras wird auf eine Höhe zwischen 5 und 10 mm geschnitten.


Birdie:
Wenn es dem Spieler gelingt eine Bahn einen Schlag unter Par zu absolvieren, so hat er ein Birdie gespielt. Buggy:
Ein meist zweisitziges motorisiertes Golfmobil, mit dem sich die Golfspieler auf dem Golfplatz von Loch zu Loch bewegen.

Bunker:
Ein Bunker ist eine Grube, die in der Regel mit Sand gefüllt ist und in den Golfregeln den Sonderstatus eines Hindernisses hat. Schläge aus einem Hindernis sind aufgrund regeltechnischer Erschwernisse besonders für durchschnittliche und schlechte Spieler sehr anspruchsvoll. Nachdem der Ball aus dem Bunker herausgeschlagen wurde, müssen die entstandenen Unebenheiten mit einer seitlich liegenden Harke wieder eingeebnet werden.
Damit die Bunker schon von weithin erkennbar sind, ist ihre Rückseite normalerweise hochgezogen. Es gibt jedoch auch praktisch unsichtbare Bunker, was aber von einigen Golfarchitekten als unfair abgelehnt wird. Was jedoch häufig vorkommt, wenn der Ball im Bunker liegt, ist eine Behinderung von Blick und Weg Richtung Grün.
Fairwaybunker sind links und rechts des Fairways angeordnet und liegen auf Höhe der Landezone von Abschlägen besserer Spieler. Sie haben meist eine flache Kante (auch Lippe genannt), da man aus ihnen einen langen, relativ flachen Schlag ausführen muss.Grünbunker liegen direkt vor, neben oder hinter dem Grün, um das Anspielen zu erschweren, d. h. das Grün zu verteidigen. Sie sind üblicherweise tiefer als Fairwaybunker, da hier ein kurzer, hoher Schlag gefordert wird.Besonders gefürchtet sind die sogenannten Topfbunker, die steil und eng nach unten führen, nicht selten mit Treppe oder Leiter versehen. Eine alte schottische Redensart besagt, dass in einem Bunker nur genug Platz für einen ärgerlichen Mann und sein Niblick (Vorläufer des 9er Eisens) sein muss.


Caddy:
Ein Caddie (amerik. Caddy) ist eine Person, die beim Golfspiel die Schlägertasche trägt und dem Spieler vor allem als Berater bei der Schlägerwahl und beim Lesen von Grüns dient.
Caddies sind wichtiger Bestandteil bei Profi-Turnieren, im Breitensport sind sie dagegen kaum noch anzutreffen (vergleichbar den Ballkindern beim Tennis).

Divot:
Ein vom Schlägerkopf beim Schlag herausgeschlagenes Stück der Grasnabe. Es gehört zur Etikette, dass ein Divot zurückgelegt und festgetreten wird.

Dogleg:
Ergibt sich aus der Form der Bahn. Von einem Dogleg spricht man, wenn das Fairway nach rechts oder links abknickt.

Driving Range:
Hierbei handelt es sich um eine große Wiese, auf der die langen Schläge geübt werden. Diese Rasenfläche ist bei einseitiger Nutzung mindestens 130m lang. Verschiedene Abschlagsplätze sind nebeneinander aufgereiht und alle Trainierenden schlagen aus Sicherheitsgründen in dieselbe Richtung ab. Bei besonders großen Driving Ranges gibt es auf der gegenüberliegenden Seite auch nochmal eine Reihe von Abschlagsplätzen, dafür ist aber ein Abstand von mindestens 300 Metern erforderlich, damit niemand durch fliegende Bälle gefährdet wird. Bei den Abschlagsflächen wird unterschieden zwischen Grasabschlägen (die also den Abschlägen auf dem Golfplatz ähneln) und Mattenabschlägen. Letztere erfreuen sich bei den Golfern geringerer Beliebtheit, sind jedoch deutlich widerstandsfähiger und somit günstiger im Unterhalt. Die Abschlagsmatten sind aus einem Kunststoff, der die Eigenschaften des Fairways imitieren soll. Da man kein Tee in die Matte stecken kann, ist zumeist ein elastischer Kunststoffzylinder integriert, der in seltenen Fällen auch in der Höhe variiert werden kann. Neben den Abschlagsplätzen gibt es gelegentlich auch einen flachen Bunker, in dem die langen Schläge aus einem Fairwaybunker geübt werden können.
Manche Driving Ranges verfügen darüber hinaus über Abschlagsplätze in Hütten, so dass man bei Regen, starkem Wind oder niedrigen Temperaturen geschützt ist. Diese Hütten haben in der Regel eine Breite von 2,5 m und sind 3-4m tief. Die Abschlagflächen selbst sind meist ca. 2x2m groß. Außerdem dienen die Hütten den Golflehrern zur Installation von Videosystemen, die gelegentlich beim Unterricht eingesetzt werden.Normalerweise befindet sich auf einer Driving Range auch ein Ballautomat, der gegen Münzeinwurf oder Abbuchung von einer Prepaid-Karte einen Eimer Bälle ausgibt. Der Golfer kann sie dann übungsweise in die Unendlichkeit oder auf bestimmte Ziele (Fahnen, Grüns) schlagen. Diese Bälle sind aus Kostengründen oft von minderer Qualität und werden Rangebälle genannt. Um Diebstahl vorzubeugen, sind sie mit einem horizontalen Ringaufdruck oder der Aufschrift „Range“ bzw. „Practice“ versehen.
Die auf der Übungswiese liegenden Bälle werden einmal täglich (auf stark frequentierten Anlagen auch mehrmals täglich) durch eine Ballsammelmaschine geborgen und wieder in den Ballautomaten gegeben. Um Verletzungen vorzubeugen, ist das Betreten der Grünfläche, etwa zum Zweck des Wiedereinsammelns von Bällen, nicht empfehlenswert und fast immer durch den Betreiber untersagt. Die Mitnahme oder das Spielen mit Rangebällen auf dem Golfplatz ist verboten und wird, neben den üblichen strafrechtlichen Konsequenzen bei Diebstahl, oft mit Platzverbot bestraft.

Droppen:
In unspielbarer Lage kann der Golf-Spieler den Ball im Umkreis von zwei Schlägerlängen (nicht näher zum Loch) den Ball droppen. Dabei muss er aufrecht stehen und den Ball aus Schulterhöhe mit ausgestecktem Arm fallen lassen. Dafür wird ein Strafschlag berechnet.

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Eisen:
Dies sind alle Schläger, die kantige Metallköpfe haben. Die Schläger sind von 1 bis 9 nummeriert. Mit Eisen 1 erreicht man die weiteste Flugstrecke. Eisen 9 benutzt man für kürzere Distanzen. Weitere Eisen sind das Pitching-Wedge (PW) für Annäherungsschläge und das Sand-Wedge (SW) für Bunkerschläge.

Etikette:
So werden die Verhaltensregeln auf dem Golfplatz bezeichnet. Hierbei werden drei Arten unterschieden:
1.Sicherheit und Rücksichtnahme
2. Vorrecht auf dem Golfplatz
3. Schonung der Golfanlage


Fahne:
Auch Pin, Flagge, oder Stock genannt.
Die Fahne zeigt meistens weit sichtbar an, wo sich das Loch auf dem Grün befindet.

Fairway:Das Fairway ist der kurz gemähte Bereich einer Spielbahn zwischen Abschlag und Grün und nimmt somit unter den bespielbaren Flächen des Golfplatzes den größten Raum ein. Fairways können gerade verlaufen oder bis zu zwei Doglegs aufweisen. Gelegentlich wird ein Fairway auch unterbrochen von Gräben, Wegen, Rough-Flächen, Seen oder anderen Elementen, die überspielt werden müssen. In seltenen Fällen gibt es sogar zwei Fairways, die auf verschiedenen Wegen zum Grün führen.
Der Bereich zwischen dem Fairway und dem umliegenden, nicht gemähten Bereich wird als „Semirough“ bezeichnet. Hier wird zwar regelmäßig gemäht, das Gras steht jedoch höher als auf dem Fairway und fordert somit einen technisch schwierigeren Golfschlag.
Aus spieltechnischen Erschwernisgründen sind die Fairways häufig an strategischen Punkten mit Bunkern ausgestattet. Fairways machen etwa ein Viertel der Gesamtfläche eines Golfplatzes aus, das Gras wird auf eine Höhe zwischen 8 und 12 mm geschnitten.

Flight:
Eine Golfrunde darf von maximal vier Spielern bestritten werden. Diese bilden zusammen einen Flight. Auch zwei oder drei Spieler können einen Flight bilden.

Fore!
Wenn ein Schlag unabsichtlich verschlagen ist und die Gefahr besteht, dass andere Spieler gefährdet werden, ruft der Spieler laut „Fore!“. Sobald Sie auf dem Golfplatz „Fore“ hören, heißt dies Achtung.


Grün:
Das Grün (engl. Green) ist der Zielbereich beim Golf. Hier wird der Ball nicht durch die Luft geschlagen, sondern mit dem Putter über das Grün in Richtung Loch gerollt.
Die Fläche eines einzelnen Grüns beträgt etwa 300 bis 1000 m², wobei der Durchschnitt bei etwa 550 m² liegt. Das Grün wird im Sommer täglich geschnitten und gewässert, im Winter wird es bei Frost gesperrt, da sonst Schäden auftreten können. In diesem Fall werden manchmal Ersatzgrüns, die sogenannten Wintergrüns, auf dem Fairway angelegt.

Um das Grün schwieriger zu gestalten, werden seitens des Golfarchitekten sogenannte „Breaks“ eingebaut. Dies bedeutet, dass das Grün nicht flach ist, sondern kleine Erhebungen und Mulden aufweist. Man spricht dann von einem mehr oder weniger stark ondulierten Grün. Der Ball rollt dort nicht geradeaus, sondern wird durch die Breaks abgelenkt und verändert auch seine Geschwindigkeit anders als auf einer flachen Ebene. Dementsprechend muss beim Putt neben das Loch gezielt werden, damit der Ball in einer Kurve zum Ziel rollt. Das Bestimmen dieser Kurve nennt man „das Grün lesen“, was viel Erfahrung erfordert. Profi-Spieler lassen sich dabei von ihren Caddies helfen.

Green-Fee:
Greenfee (auch Green Fee) ist das von einem Golfspieler zu entrichtende Entgelt, wenn er auf einem Golfplatz spielen möchte. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich Grüngebühr.
Das (oder die) Greenfee dient zur Deckung der Betriebskosten einer Golfanlage bzw. bei kommerziellen Betreibern zur Generierung eines Profits. Der verlangte Betrag ist abhängig von verschiedenen Faktoren, in erster Linie dem Pflegezustand und der Qualität des Platzes, aber auch infrastrukturelle Einrichtungen und verkehrsgünstige Lage wirken sich aus. Das Greenfee kann zwischen zwei Golfplätzen um mehrere Größenordnungen differieren. Zu Stoßzeiten (etwa am Wochenende oder in Urlaubsgebieten zur Saison) wird normalerweise ein Aufschlag verlangt.

Green-Keeper:
Ein Greenkeeper ist verantwortlich für die fachgerechte Instandhaltung und Bewirtschaftung eines Golfplatzes. Der Vorgesetzte wird als Head Greenkeeper bezeichnet. Der Headgreenkeeper arbeitet eng mit dem Geschäftsführer des Golfplatzes zusammen.

Golfbag: siehe Trolley

Golfball:
Die Größe und Beschaffenheit eines Golfballs werden in den Golfregeln definiert. Der Durchmesser eines Golfballs liegt bei mindestens 42,67 mm, das maximale Gewicht bei 45,93 g. Die Oberfläche des Balls ist mit mehreren Hundert in einem Muster angeordneten Dimples (kleinen Dellen) versehen. Durch den Winkel des Schlägerkopfes wird der Ball beim Schlag in eine Rotation versetzt, die während des Fluges zur notwendigen Richtungsstabilität beiträgt. Durch die Oberflächenstruktur des Balles in Verbindung mit der Rotation erhält der Ball je nach Rotationsrichtung eine seitliche Ablenkung oder Auftrieb und fliegt damit dreimal weiter, als dies z.B. ein glatter Ball ohne Dimples tun würde.
Ein Golfball besteht aus einer harten Kunststoffschale (in der Vergangenheit wurde Guttapercha verwendet) mit unterschiedlichen Kernen. Neben Hartgummikernen werden zunehmend auch Mehrschichtkerne u.a. aus (Flüssig-)Metall genutzt. Auf jeden Golfball ist eine Nummer aufgedruckt. Diese dient dazu, den Ball von Bällen anderer Spieler zu unterscheiden, wenn diese einen Ball gleicher Marke und gleichen Typs verwenden. Es hat sich eingebürgert auf dem ersten Abschlag mit einem Ball sowohl Marke als auch Typ und Nummer des Balles anzusagen. Sobald der Ball regelkonform gewechselt werden darf, sollte auch diese Information an die weiteren Spieler weitergegeben werden. Dieses Vorgehen wird jedoch nicht von den Regeln verlangt.

Golfschläger:
Gemäß den aktuellen Golfregeln können bis zu 14 Schläger vom Spieler auf eine Golfrunde mitgenommen werden. Diese Schläger unterscheiden sich hauptsächlich durch Länge (beim Golf gemessen in Zoll), Loft, Bauform und Material. Grundsätzlich wird die Flugbahn des Balles durch den Loft und die Schaftlänge gesteuert: je mehr Loft, desto höher und kürzer die Flugbahn; je länger der Schläger, desto stärker kann er beschleunigt werden und desto weiter fliegt der Ball.
Für den Abschlag und die weiten Schläge (Bereich ab 140 m) auf dem Fairway werden die Hölzer eingesetzt. Sie sind die längsten Schläger und haben den größten Schlägerkopf, der innen hohl und trotz des Namens heute nicht mehr aus Holz ist. Die meisten Spieler haben ein Holz 1 (auch Driver genannt) in ihrem Bag und noch ein bis drei weitere Hölzer für kürzere Entfernungen (Holz 3, 5, 7).
Für die mittellangen Schläge (70-180 m) werden die Eisenschläger eingesetzt, die im Vergleich zu den Hölzern genauere Schläge erlauben. Eisen sind die am flexibelsten einsetzbaren Schläger. Es ist durchaus möglich, eine Golfrunde nur mit einem halben Satz Eisen zu bestreiten. Zu einem Standardschlägersatz gehören die Eisen 3 bis 9.

Hybrid- oder Rescue-Schläger sind eine Mischung aus Eisen- und Holzschläger, sie bieten einen Kompromiss zwischen der Länge eines Holzes und der Genauigkeit eines Eisens. Normalerweise hat ein Spieler nicht mehr als ein oder zwei Hybridschläger. Diese dienen dann zumeist als Ersatz für ein langes Eisen.
Für die kurzen Schläge rund ums Grün (unter 100 m) oder für sehr schwierige Lagen (Bunker, Gräben, hohes Gras) werden die Wedges benutzt. Sie ähneln den Eisen, sind aber kürzer und haben mehr Loft. Zu einem Standardsatz gehören mindestens das Pitching Wedge und das Sand Wedge. Darüber hinaus gibt es noch das Gap Wedge und das Lob Wedge.
Zum Einlochen des Balles auf dem Grün wird der Putter benutzt. Das Spielen mit diesem Schläger wird entsprechend Putten genannt. Der Ball fliegt dabei nicht durch die Luft wie bei den anderen Schlägern, sondern rollt über das Grün. Der Putter ist besonders wichtig, da er öfter als jeder andere Schläger benutzt wird (der Par-Standard geht von zwei Putts pro Spielbahn aus), dennoch findet sich in nahezu jedem Golfbag nur ein einziger Putter.

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Handicap:
Das Handicap im Golf ist eine Kennzahl, die die ungefähre Spielstärke eines Golfers beschreibt. Verschieden hohe Handicaps können gegeneinander aufgerechnet werden, so dass ein Wettbewerb „auf Augenhöhe“ auch zwischen Golfern unterschiedlicher Spielstärke möglich wird.
Aus dem Handicap, in Deutschland auch Stammvorgabe genannt, wird vor einem Wettbewerb die sogenannte Spielvorgabe errechnet. Diese unterscheidet sich von der Stammvorgabe dadurch, dass sie zusätzlich noch die Schwierigkeit des zu spielenden Platzes berücksichtigt. Sie kann also höher, niedriger oder (bei einem durchschnittlich schweren Platz) genauso hoch wie die Stammvorgabe sein. Aus dieser Spielvorgabe ergibt sich dann eine Anzahl von sogenannten Vorgabeschlägen, die der Spieler von der eigentlich gespielten Schlagzahl einer Runde abziehen darf. Dieses errechnete Ergebnis unter Berücksichtigung der Vorgabeschläge wird Netto-Ergebnis genannt und ist zwischen Golfern unterschiedlicher Spielstärke vergleichbar.
Die Stammvorgabe ist bei fast allen Spielern eine negative Zahl, das negative Vorzeichen wird deshalb im Sprachgebrauch oft unterschlagen. Die Bandbreite liegt in Deutschland zwischen etwa +4 (beste Amateurspieler) und -54 (Anfängereinstufung). Daraus ergibt sich, je besser (gemäß oben erwähntem Sprachgebrauch: je niedriger) ein Handicap ist, desto höher die Spielstärke, die es ausweist.

Holz:
Als Holz oder Hölzer werden die Schläger bezeichnet, die früher aus Holz gefertigt wurden. Das Holz wird für lange Distanzen verwendet.

Links Course:
Ein Links Course liegt in den meisten Fällen an der Küste und die Löcher sind durch kleine Wege und Pfade miteinander verbunden. Die ersten 9 Löcher werden in eine Richtung gespielt. Die zweiten neun Löcher in Richtung Clubhaus. Dies ist wegen der Küstenwinde von Bedeutung.

Loch:
Das Loch ist im Golf das Ziel einer Spielbahn, in das der Ball gespielt werden soll.
Ein solches Loch (engl. „hole“) besteht aus einem in der Oberfläche des Grüns befindlichen zylindrischen Einsatz aus Kunststoff oder Metall, mind. 10 cm (4 Zoll) tief mit einen genormten Durchmesser (108 mm, bzw. 4,25 Zoll). In diesem Einsatz steckt der sogenannte Flaggenstock, an dessen oberem Ende eine Fahne befestigt ist, auf der oft die Nummer der Spielbahn steht. Der Flaggenstock markiert das Loch auf dem Grün, so dass der Golfer von weitem schon sieht, welchen Bereich des Grüns er anspielen sollte. Manchmal ist auch die Farbe des Fahnentuchs signifikant, sie kann zum Beispiel anzeigen, ob der Flaggenstock vorne, hinten oder in der Mitte des Grüns steckt. In anderen Fällen bezeichnet die Farbe den Golfplatz, zu dem das Grün gehört, etwa wenn mehrere Golfplätze direkt aneinandergrenzen. Zum Einputten wird der Flaggenstock herausgenommen.
Da der Rasen um das Loch herum deutlich stärker strapaziert wird, ist das Loch alle paar Tage vom Greenkeeper zu versetzen. An einer anderen Stelle des Grüns wird ein neues Loch gestochen, in dem dann der Einsatz mit der Fahne platziert wird; das alte Loch wird mit dem herausgestochenen Pfropfen verschlossen. Neben der Schonung des Grüns sorgen die verschiedenen Fahnenpositionen für Abwechslung, da unterschiedliche Stellen des Grüns angespielt werden müssen und man mit anderen Puttlinien konfrontiert wird. Bei mehrtägigen Turnieren werden die Fahnenpositionen normalerweise von Tag zu Tag schwerer gesetzt.
Auch eine Spielbahn wird im Golf „Loch“ genannt, die Bar im Clubhaus wird scherzhaft als „19. Loch“ bezeichnet.

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Par:
Das Wort hat seinen Ursprung im laterinischen pari = gleich. Für jede Spielbahn (auch „Loch“ genannt) ist ein sogenanntes Par definiert. Dieser Wert steht für die Anzahl an Schlägen, die ein Spieler idealerweise brauchen soll, um den Ball vom Abschlag in das Loch zu spielen. Bei der Berechnung des Par für eine Spielbahn wird immer davon ausgegangen, dass zwei Putts auf dem Green ausgeführt werden. Dazu kommt dann eine bestimmte Anzahl von Schlägen für das Spiel vom Abschlag auf das Grün.

Parkland Course:
So wird ein Golfplatz im Landesinneren bezeichnet. Oft sind diese Plätze bereits sehr alt und haben einen dichten, alten Baumbestand.

Pin: siehe Fahne

Pitch:
Kurze und meist hoher Annäherungsschlag an die Fahne. Der Schlag wird üblicherweise mit dem Pitching-Wedge ausgeführt.

Platzerlaubnis:
Eine Platzerlaubnis dagegen ist kein Zertifikat, mit dem Sie grundsätzlich auf allen Golfplätzen spielen können. Jeder Golfplatz hat individuelle Anforderungen für das Spiel auf seinem Platz. Daher empfiehlt es sich, sich vor einem Kurs, der mit der Erteilung einer Platzerlaubnis endet, zu informieren welche Möglichkeiten damit auf dieser Anlage bestehen.

Platzreife (HPC54, Handicap 54):
Die Platzreife – auch Handicap 54 genannt – wird nach unterschiedlichen Maßstäben erteilt uns setzt sich aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung zusammen.

Platzregeln:
Die meisten Golfplätze haben zusätzlich zu den allgemeingültigen Golfregeln noch eigene Platzregeln, um platzspezifische Umstände zu berücksichtigen. Die Platzregeln sind entweder auf der Scorekarte oder auf einer Tafel vermerkt.

Platzstandard:
Der Platzstandard ergibt sich aus der Länge aller Spielbahnen und liegt gewöhnlich zwischen 68 und 74 Schlägen.

Professional:
Englischer Begriff für Berufsspieler und Golflehrer. Als Abkürzung hierfür hört man auch oft den Begriff „Pro“.

Putt:
Ein Putt ist der Schlag auf dem Grün hin zum Loch. Hierzu verwendet man einen eigens dafür vorgesehenen Golfschläger – den „Putter“.

Putting Green:
Dies ist ein Übungsgrün, das denselben Pflegestandard und möglichst dieselben Spieleigenschaften aufweisen soll wie die Grüns auf dem Platz, so dass hier das Putten geübt werden kann. Zu diesem Zweck existiert eine Reihe von Löchern mit kleinen, stilisierten Fahnen, die wie die großen Fahnen auf dem Golfplatz durchnummeriert sind. Verschiedene Breaks ermöglichen ein breites Spektrum an Putt-Situationen zu simulieren.

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Rough:
Als Rough (das Raue) werden die Teile eines Golfplatzes bezeichnet, die zwischen den Spielbahnen liegen. Die Roughbereiche werden nur zweimal jährlich gemäht und ansonsten in ihrem natürlichen Wuchs belassen. Sie dienen einmal zur optischen Abgrenzung der Spielbahn, so dass der Golfer idealerweise das Gefühl bekommt sich alleine in der freien Natur zu bewegen. Das Rough, besonders wenn es Bäume und hohes Gebüsch enthält, ist aber auch wichtig als Sicherheitspuffer, da es verschlagene Bälle aufhält, die sonst die Spieler auf der angrenzenden Spielbahn bzw. Spaziergänger außerhalb des Golfplatzes gefährden könnten. Schließlich dient das Rough auch als ökologische Ausgleichsfläche für Pflanzen und Tiere. Wenn das Rough besonders hoch ist (knie- bis hüfthoch), so wird es auch als Hard Rough bezeichnet, ein Golfschlag ist dann oft gar nicht mehr möglich.
Der Übergangsbereich zwischen Fairway und Rough ist das Semirough. Es wird regelmäßig gemäht, aber das Gras steht höher als auf dem Fairway, so dass leicht verzogene Bälle von ihm aufgehalten und in einigermaßen spielbarer Lage aufgefunden werden. In seltenen Fällen gibt es zwei Semirough-Bereiche zwischen Fairway und Rough. Diese werden auch „first cut“ und „second cut“ genannt, wobei der „first cut“ eine Schnitthöhe zwischen Fairway und „second cut“ aufweist.
Je nach Art des Rough kann es sehr schwer bis unmöglich sein einen dorthin geschlagenen Ball wiederzufinden. Da die Golfregeln bis zu fünf Minuten Suchzeit erlauben und die meisten Spieler mehrmals pro Runde von der Spielbahn abkommen, kann üppiges Rough das Spieltempo enorm verlangsamen. Dies verringert wiederum die mögliche Anzahl an Spielern und somit die Einnahmen pro Zeiteinheit. Aus diesem Grund gehen kommerziell orientierte Golfplatzbetreiber vermehrt dazu über das Rough häufig zu mähen oder sogar ganz abzuschaffen. Der Sicherheitspuffer kann in solchen Fällen z. B. über Aufschüttungsmaßnahmen entlang der Fairways realisiert werden.
Das Rough macht etwa 70 % der Gesamtfläche eines Golfplatzes aus.


Score:
Auf Deutsch: Ergebnis. Nach jedem Loch wird der Score in der entsprechenden Spalte auf der Score-Karte notiert. Nach der Runde lässt sich der Gesamtscore aufaddieren.

Spielreihenfolge:
Die Ehre entscheidet über die Spielreihenfolge. Am 1. Tee schlägt der Spieler mit dem niedrigsten Handicap zuerst ab. Danach hat der die Ehre, der am jeweils letzten gespielten Loch den niedrigsten Score gespielt hat.


Tee:
Ein Tee im Golfsport ist ein kleiner Stift aus Holz oder Kunststoff, der beim Abschlag in den Boden gesteckt wird und auf den dann der Ball aufgelegt (aufgeteet) werden darf. Der Ball liegt somit erhöht und ist einfacher zu spielen. Das Aufteen des Balles ist normalerweise nur beim ersten Schlag einer jeden Spielbahn erlaubt. Der Abschlagsort an sich, die rechteckige und meistens erhöhte Rasenfläche zu Beginn jeder Spielbahn, wird ebenfalls Tee genannt.
Ein normales Tee ist 2 1/8 Zoll (ca. 5,4 cm) lang. Die Maximallänge ist auf 4 Zoll (10,16 cm) beschränkt. Besonders für Abschläge mit dem Driver (Holz 1) werden gerne überlange Tees verwendet. In der kalten Jahreszeit kommen flache Wintertees aus Kunststoff zum Einsatz, da sich die normalen Tees dann nicht mehr in den harten Boden stecken lassen.

Tee-Time:
Abschlags- oder Startzeit. Uhrzeit zu der die Spieler am 1. Abschlag die Runde beginnen.
Sollte gegebenenfalls vorab reserviert werden.

Trolley:
Ein Trolley wird dazu verwendet, um ein Golfbag, das den Golfschlägersatz und andere während des Golfspiels nützliche Utensilien (Bälle, Regenkleidung, Getränke, Verpflegung etc.) enthält, komfortabel über den Golfplatz zu transportieren. Ein Golftrolley hat in aller Regel auch einen Regenschirm- und einen Scorekartenhalter.

19. Loch:
Ist in der Golfersprache das der Gastronomiebereich im Clubhaus. Hier trifft man sich, um das vergangene Spiel nochmals Revue passieren zu lassen.

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